Erster Schritt zur Entgiftung deines Körpers – Wie du mit nur einer Sache beginnen kannst (und vielleicht auch solltest)

Du möchtest mit der Entgiftung deines Körpers und Geistes starten und weißt nicht so recht, wo du beginnen sollst und kannst? Es gibt eine Sache, die recht einfach geht, wenig abverlangt und super in den Alltag, ob stressig oder nicht, zu integrieren ist. Ich denke dabei an grüne Smoothies 🙂 

 

Photo by Marian Chinciusan

Mit Entgiften, Entschlacken und Detoxen wird oft etwas schier unmögliches verbunden, mit langen Fastenzeiten, vielen Mittelchen oder mit großem Verzicht gegenüber Genuss. Ich möchte da nichts vormachen, ich verzichte, ich nehme Nahrungsergänzungen und habe ab und an Schwierigkeiten die Entgiftungen meines Körpers in meinen Alltag zu integrieren – gerade wenn der Partner es selbst für unmöglich hält und die Vorteile noch nicht sehen mag 😉

Hier möchte ich dir aber eines sagen: gerade wenn man noch nie entgiftet hat, sollte man sanft beginnen. Denn Entgiftungserscheinungen können schneller kommen als man denkt. Und wenn man niemanden an seiner Seite hat, der sich damit auskennt, kann es schnell missverstanden werden („Hm, das tut mir also nicht gut, ich höre lieber damit auf!“) und man verliert die Lust und Motivation. Bei Fragen, kannst du dich gern an mich wenden.

Eine sanfte Möglichkeit stellen die grünen Smoothies dar – nach der Methode von Victoria Boutenko. Ausserdem sind sie sehr günstig und lassen sich flexibel in den Alltag integrieren.

Wieso Victoria Boutenko?

Weil sie nur von zwei Zutaten-Kategorien ausgeht bzw. nur diese zwei erlaubt: grünes Blattgemüse und Obst. Also sowas wie Spinatblätter, Löwenzahnblätter, Kohlrabiblätter, Petersilie, Brennnesseln, Mangold usw. Das sind mitunter die stärksten entgiftenden Lebensmittel.

Das heißt, Wurzelgemüse, wie Möhren, ist nicht erlaubt. Auch keine Avocado, auch wenn sie grün ist 🙂 Und auch kein Hafer oder Milch. Wirklich nur Obst und Blätter.

Wieso müssen es grüne Smoothies sein?

Entscheidend bei dieser Entgiftung ist das grüne Blattgemüse. Eigentlich sollten auf unserem Ernährungsplan immer Wildkräuter und Blattgemüse stehen, denn sie liefern uns so vieles! Neben Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen, ist es vor allem das Chlorophyll. Ich möchte die Wirkung der grünen Smoothies hier allerdings nicht ausführen, ihr findet dies ausführlich in einem Teil, den ich euch hier verlinke.

Eins sei noch gesagt: grünes Blattgemüse wird von unserm Organismus hochbasisch verstoffwechselt. Obst ebenso. Daher wirkt der grüne Smoothie so entgiftend auf den Körper! Wieso das so ist, erfahrt ihr hier

Meine Erfahrungen und wieso ich diesen Weg empfehle

Meine Erfahrungen habe ich hier ausführlich beschrieben. In Kürze zusammengefasst: mein Weg führte mich erst zur veganen Ernährungsweise. Sie veränderte meine Verdauung und auch mein Lebensgefühl. Das Entscheidende dabei waren jedoch die grünen Smoothies. Denn erst nach einer gewissen veganen Zeit lernte ich die Smoothies kennen und erlebte solch großen Vorteile, die ich ganz klar den grünen Smoothies zuschreibe.

Obwohl ich schlank war, verloren meine Beine an Umfang, mein Bauch wurde flacher, mein Schlaf wurde bombastisch, PMS-Symptome verschwanden, mein Energielevel wuchs ins unermessliche. Ist doch verständlich, wieso ich diesen Weg empfehle, oder? 😉

Welches Grünzeug?

Nun, eurer Fantasie ist keine Grenze gesetzt. Ihr könnt sehr gern mit Spinat starten. Er schmeckt neutral und ist für den Anfang super. Ich möchte hier aber direkt darauf Hinweisen, dass Spinat viel Säure enthält (Vorsicht: heißt nicht, dass er säurebildend verstoffwechselt wird! Ist das gleiche wie mit Zitronen: enthalten viel Säure, werden aber basisch verstoffwechselt). Gut wäre es, nach einem Anfang möglichst auf Alternativen umzusteigen und Spinat etwa ein oder zweimal die Woche zu verwenden.

Neben Spinat geht auch Mangold sehr gut. Der ist ebenso leicht im Supermarkt zu bekommen und ist schön dunkelgrün 🙂

Und ja, die Farbe ist wirklich wichtig! Eisbergsalat ist überhaupt nicht empfehlenswert, da seine Nährstoffe kaum der Rede wert sind, auch Romanasalat zähle ich dazu. Also möglichst dunkelgrünes nehmen.

Meine Empfehlung, sowohl für Männer wie für Frauen, ist die Petersilie! Entweder selber im Garten züchten oder aber in südländischen/ orientalischen Läden besorgen. Dort wird Petersilie in großen Mengen verkauft, da in den entsprechenden Ländern vergleichsweise sehr viel mit Petersilie zubereitet wird.

Mir persönlich schmeckt die Petersilie sehr gut! Ich liebe den Geruch und freue mich immer wie ein Kind auf Weihnachten, wenn es einen Smoothie mit Petersilie gibt. Sie ist deshalb so ratsam, weil sie bei Männern sehr positiv auf die Prostata wirkt und bei Frauen den Hormonhaushalt reguliert. Sie hat so viele Vorteile, dass es schon zu schade ist, dass sie hier bei uns so wenig Verwendung findet.

Und so nebenbei: wenn man schaut, wie unsere Parfums auf den Körper wirken, wie unsere Kosmetik zusammengesetzt ist, dass wir eigentlich so viel zu uns nehmen, was hormonell wirksam ist, so ist es um so wichtiger, den Hormonhaushalt zu unterstützen. Zum Beispiel mit Petersilie 😉

Weitere Ideen neben Spinat, Mangold, Petersilie: wenn man sich an das Grün gewöhnt hat, kann man langsam auf Löwenzahnblätter umsteigen, sowie Möhrengrün, Radieschengrün, Kohlrabiblätter, Brennnesseln und Sellerie. Hier empfehle ich es, sich an die Menge heranzutasten. Das ist schon wirklich sehr grün! 😀 An solche entgiftenden Lebensmittel muss der Körper sich peu à peu gewöhnen 🙂

Und wie gehe ich nun vor?

Rezepte zu grünen Smoothies gibt es zu Hauf. Meinen Basic-Smoothie findet ihr hier. Und es werden auch noch weitere kommen. Im Grunde genommen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Aber um euch nicht zu überfordern, kann ich euch folgende Seite empfehlen. Der Autor der Seite orientiert sich nämlich auch nach Victoria Boutenko und damit könnt ihr nichts falsch machen.

Für die Entschlackung wäre es ideal, wenn ihr morgens einen Liter grünen Smoothie zubereitet und ihn auf den leeren Magen trinkt. Wichtig: nicht wie Wasser einfach runterkippen, sondern möglichst mit einem Strohhalm langsam trinken, damit er gut eingespeichelt werden kann. Sonst braucht der Magen sehr viel mehr Arbeit und wir wollen ihn unterstützen.

Aus ökologischen Gründen habe ich mir mittlerweile Strohhalme aus Glas angeschafft – und ich liebe sie!

Ich habe zu Anfang geschrieben, dass ich euch eine flexible Möglichkeit vorstellen möchte. Und manch einer schafft es vielleicht nicht jeden Morgen einen ganzen Liter Smoothie zu trinken. Oder ihn zuzubereiten. Kein Problem!

Wenn es anders nicht geht, könnt ihr ihn auch am Abend vorbereiten in Glasflaschen abfüllen und kalt stellen. So habt ihr am Morgen einen fertigen Smoothie auf den ihr euch freuen könnt.

Wer den Liter nicht schafft, kann ihn auch gern teilen und die zweite Hälfte als Snack im Büro trinken. Diese Variante habe ich gewählt. Oder man trinkt ihn komplett am Abend. Tastet euch langsam ran und findet heraus, welcher Weg für euch der richtige ist.

Wichtig ist noch, dass Smoothies recht schnell verdaut werden. Also bitte nicht erst eine schwere Mahlzeit zu sich nehmen und dann den grünen Smoothie. Das sorgt für Gärungen im Darm und ist überhaupt nicht gesund. Am besten ca. 2h nach einer Mahlzeit. 

Ein letzter Tipp zum Schluss: der grüne Smoothie soll auch schmecken und die beste Möglichkeit ihn schmackhaft zu gestalten, sind reife Bananen! Also die mit braunen Pünktchen 🙂 Dann ist die Stärke in Zucker umgewandelt und die Bananen werden aromatischer!

Wer noch nicht genug hat…

… es gibt so viel Wissenswertes, das ich gerne mitgeben möchte. Aber vielleicht interessiert es nicht jeden von euch, sodass ich das hier quasi in den Abspann einbaue 🙂

Versucht diese Kur drei Monate lang und beobachtet was es mit euch macht. Wie ist der Schlaf, die Verdauung, die Periode? Mein Partner entdeckt gerade die grünen Smoothies für sich. Er hat eine sehr sensible Verdauung und tastet sich langsam heran. Er berichtet, dass er morgens den Smoothie sehr gut verträgt, am Nachmittag kann er es noch nicht sagen. Denn auch seine Verdauung verändert sich (zum positiven), denn er verträgt das Grün immer besser!

Mit den grünen Smoothies versorgt ihr eure Körper mit basischen Nährstoffen. Diese sind wichtig, um Gifte loswerden zu können, wie Schlacken und anderen Abfall. Selbst Cellulite kann dadurch sichtbar reduziert werden! Hierbei hängt es vom körperlichen Zustand ab. Aber bei mir war es in der Tat sichtbar!

Interessant wird es auch, wenn man anfängt seinen Geist zu beobachten. Tut sich auch auf der gedanklichen Ebene etwas? Werden die Gedanken vielleicht auch entmüllt? Leichter? Positiver? Hoffnungsvoller? 🙂

Ich würde mich riesig über Erfahrungsberichte freuen!



3 thoughts on “Erster Schritt zur Entgiftung deines Körpers – Wie du mit nur einer Sache beginnen kannst (und vielleicht auch solltest)”

  • Hi Anastasia,
    Erst einmal vielen Dank für deinen Beitrag, er hat mir wirklich wieder Lust gemacht (vor Allem im Frühling) grüne Smoothies bzw. Säfte aus allerlei Wildkräutern zuzubereiten. Persönlich finde ich deinen Ansatz wirklich gut, sich langsam heranzutasten und bei erstmaligen Schrecken oder generellen Entgiftungssymptomen nicht gleich aufzuhören, sondern es einfach langsamer anzugehen. Ich selbst habe angefangen alle möglichen Wildkräuter miteinander zu kombinieren und das dann zu trinken – war so semi lecker und damit auch nicht gerade erfolgsversprechend. Am Besten gefällt mir die Kombi aus frisch gepressten Apfelsaft und entsafteter Brennnessel. Dadurch, dass ich nur ein Blattgrün verwende, kann ich viel besser die Wirkung der einzelnen Pflanze erspüren und Abwegen, ob sie meinem Energielevel guttut, ganz im Gegensatz zu einer wilden Mischung.
    In dem Sinne beste Grüße von mir!

    • Hallo Luca-Leander,
      das freut mich, dass er dich motiviert wieder mehr zu entgiften. Und der Frühling eignet sich dazu ja wirklich besser! 🙂 Die Vielfalt ist einfach wunderbar.
      Wildkräuter sind natürlich ideal und je nach Kraut auch besonders kraftvoll! Sehr mutig, die von Anfang an zu mischen 😀 Das beste, was man machen kann, ist die Kräuter einzeln zu testen. Aber das machst du ja 🙂 Dann weißt du auch, was dir am besten tut! Ich besuche im Frühling einen Wildkräuter-Kurs – und da möchte ich mich mal so richtig schlau machen.
      Du gehst schon einen sehr tollen Weg! Echt schön 🙂
      lg, Anastasia

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