Nachhaltige Entgiftung holistisch betrachtet

Ich beschäftige mich sehr intensiv mit dem Thema Detoxen, Entgiften. Also mit der Frage: wie entmülle ich mich richtig und vor allem nachhaltig? Ich finde es immer wieder spannend, wenn ich mich selbst beobachte, wie mein Organismus samt der Gedanken funktioniert. Jetzt im Frühling – ein perfekter Zeitpunkt mit der Müllabfuhr zu beginnen – und zwar ganzheitlich, in der Wohnung, im Körper, in den Gedanken und auch in den Hobbys und bei Freunden bzw. Bekannten. Aber wieso?

Viele von uns kennen es vielleicht noch von den Eltern, die regelmäßig im Frühling zu Ostern den Frühjahrsputz einläuteten. Nicht umsonst zu dieser Jahreszeit! Die Geister erwachen, die Tage werden länger und die Energie nimmt zu. Wir bekommen Lust wieder mehr zu unternehmen! Denn im Winter sind nicht nur die Tage am kürzesten, sondern auch unser Energiepegel. Im Zuge unseres (im Winter) akuten Vitamin-D3-Mangels sind wir lustlos, ohne Elan, unkreativ und verbringen unsere Zeit am liebsten auf der Couch. Das ist ja im Grunde auch ok, denn in der dunklen Jahreszeit zieht es viele von uns zum Blick nach Innen. Die Konzentration auf uns selbst.

Wie innen, so außen

Jedes mal, wenn ich mit einer Entgiftungskur beginne, merke ich, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem Innen und Außen nicht mehr passt. Ich räume meinen Körper auf, aber die Ecken in meiner Wohnung, die nicht wöchentlich sauber gemacht werden, werden immer dreckiger und unordentlicher. Geschweige denn manch eine der Schubladen oder der Kleiderschrank.

Andersrum funktioniert es bei mir aber genauso. Sobald mal der Frühling einläutet und ich mit der Aufräumaktion aus Lust und Laune beginne, merke ich auch hier: ich muss mir mal wieder was Gutes tun und auch meine Organe entlasten und mich von innen säubern. Und so gehts Hand in Hand.

Dabei bleibt es allerdings nicht. Es ist toll, dass die Wohnung irgendwann auf Vordermann gebracht ist, ich eine Entgiftungs- und Entschlackungskur mache und mich immer fitter fühle. Aber durch die Beschäftigung mit dem Aufräumen und Säubern von mir und meinem Zuhause, kommen mit der Zeit weitere Gedanken:

Wie lebe ich gerade mein Leben? Ist alles im Einklang? Was stört? Wer stört? Weshalb sind bestimmte Bereiche meines Lebens nicht im Gleichgewicht? Bin ich mir treu? Stelle ich mir so mein Leben vor?

Und dann erfolgt auch auf der geistigen Ebene eine Bestandsaufnahme – wie mit dem Kleiderschrank. Was trage ich noch, was kann weg? Bzw. was passt zu mir (noch) und was kann ich aussortieren?

Das durchzieht sich dann durch Menschen, Bekannte und Freunde, aber auch durch meine Hobbys – kurz: durch meinen gelebten Alltag. Und wenn ich diese Gedanken und Erkenntnisse ignoriere, breitet sich eine Unzufriedenheit in mir aus.

Nachhaltiges Leben

Was soll das ganze nun mit der nachhaltigen Entgiftung und dann auch noch ganzheitlich/holistisch betrachtet?

Nun mit holistisch meine ich eben eine Entgiftung in allen Lebensbereichen, die nötig sind. Bei jedem werden es andere sein. Und es werden bei jedem zu jedem Zeitpunkt andere Bereiche entrümpelt. Es ist unmöglich alles auf einmal zu erledigen, als ob wir eine riesige, zugemüllte (und in manchen Fällen auch eine messy) Villa alleine aufräumen wollten.

Diese Bereiche können sein: Freunde, Bekannte, Job, Hobbys, Ziele, Gedanken, Glaubenssätze, Erfahrungen und Überzeugungen, Meinungen, Wohnung, Haus, einzelne Schubläden, Keller, Bewusstsein, Schreibtisch, Email-Postfach usw.

Unter nachhaltiger Entgiftung verstehe ich genau das, was bei so einer ganzheitlichen Müllabfuhr passiert. Wir schaffen Raum und Platz. Wir endschleunigen uns und unseren Kopf. Wir entstressen. Wir kommen wieder bei uns an oder kommen uns ein Stück näher. Bleiben oder werden uns treu. Wir fangen wieder an zu strahlen und ruhen gleichzeitig mehr in uns.

Kurz: wir werden glücklicher – auf allen Ebenen.

Und das zeigen wir dann auch auf allen Ebenen: in unserer Gesundheit, die sich in unseren Augen spiegelt. In unserer Vitalität. Mit unserem Zuhause, das die richtigen Menschen einlädt und willkommen heißt. Durch unsere mentale Haltung und unsere Einstellungen, die gelassener sind. Und vor allem durch eine positive Stimmung, Entspannung und Balance.

Die Lust am Leben steigt. Und wir ziehen in Folge dessen immer mehr Positives in unser Leben.

Nur so nebenbei: das ist auch der Grund, wieso ich Umzüge liebe. Ich nutze diese Gelegenheit immer dazu, viele Dinge zu entsorgen oder zu verschenken 😉

Meine aktuellen Themen sind …

… Freunde, Gedanken und Einstellungen, wie auch Hobbys.

Ich bin ein sehr aktiver Mensch, der Sport liebt. Aber: ich merke, dass dieses Mal meine körperliche Entgiftung (Darmreinigung) sehr intensiv verläuft und äußerlich mit wenig Erfolg. Dies hat Fragen bzgl. meiner Lebensführung aufgeworfen. Mir ist aufgefallen, dass ich Sport, obwohl Sport zu meinen Leidenschaften zählt, zu einem großen Teil vernachlässigt habe. Ich habe die letzten Monate geglaubt, dass ich sportlich aktiv bin. In Wahrheit waren es aber Sportarten, die mich nicht körperlich erfüllten. Dies hat zu einem Prüfstand geführt – und ich richte diesen Bereich gerade wieder neu aus! und darauf freue ich mich 🙂

Das Schöne: dadurch schaffe ich wieder mehr Zeit! Denn dann konzentriere ich mich auf die wirklich schönen Aktivitäten, die mir so viel geben.

Meine Freunde und Bekannte – viele liebe ich und bei einigen muss ich zugeben, dass diese Verbindungen nur noch wegen der Verbindung aufrecht erhalten werden. Aber eigentlich haben wir nicht mehr viel gemeinsam. Das ist immer sehr schwierig, wenn es um Beziehungen zu Menschen geht. Aber manche muss man auch loslassen. Versteht mich nicht falsch: ich benutze meine Mitmenschen nicht. Aber manchmal muss man akzeptieren, dass man getrennte Wege gehen sollte…

Das Schöne: dadurch schaffe ich Zeit für die wirklich wichtigen Menschen und kann diese Verbindungen vertiefen. Die Glückforschung ist dem auch schon auf die Schliche gekommen. Und was vor allen Dingen zählt, sind tiefe Bindungen, so die Grant und Glueck Study der Harvard University. Qualität. Nicht Quantität. 

Bei dem Thema Gedanken und Einstellungen könnte ich einen eigenen Beitrag verfassen. Um diesen Beitrag nicht zu sprengen: bei mir dreht sich viel um Glaubenssätze aus der Vergangenheit. Erfahrungen aus der Vergangenheit, die mich bis heute prägen. Und viele von denen treten gerade zu Tage und wollen wahrgenommen, verarbeitet und losgelassen werden. Was zu so einer Art kleinem Lebenswandel beiträgt.

Was ist mit euch? Kennt ihr die nachhaltige und ganzheitliche Müllabfuhr? Was war oder ist dieses Jahr bei euch Thema? Welche Bereiche und Gedanken wollen von euch entrümpelt werden?



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.